In meinem letzten Monatsrückblick habe ich darüber geschrieben, dass es Zeit ist für mich einzustehen und es dazu führen kann, einen geliebten Herzensmenschen loszulassen. Dabei ist es eine Sache diese Entscheidung zu treffen, doch wie ist es möglich einen Herzensmenschen – dabei spielt es keine Rolle, ob es um den Partner, die Partnerin, eine Freundin oder einen Freund oder um ein Familienmitglied geht – loszulassen. Es kommt oftmals zu dieser Entscheidung, wenn man sich plötzlich bewusst wird, dass sich die beiden Leben in verschiedene Richtungen bewegen. Das hört sich vielleicht etwas eigenartig an, doch wenn die Beziehung einem nicht gut tut, ist die Beziehung zu einem Gerümpel geworden. Welche Auswirkungen Gerümpel auf uns hat erfährst du übrigens im Blog „Gerümpel ist ungesund.“

Es gibt aber auch noch zwei weitere Entscheidungen, die in solchen Situationen getroffen werden können:

  • Man wartet darauf, bis die Beziehung zerbröckelt oder mit einem Knall zusammenbricht oder
  • man nimmt die Courage auf sich, die Beziehung wieder aufzufrischen.

 Doch kommen wir zurück zum Loslassen. Ein solcher Loslösungsprozess braucht Zeit und es gibt Momente, in denen man sich richtig gut fühlt und es gibt Momente, wo alles nach oben kommt und die Tränen wieder fliessen. Man sich viele Fragen stellt. Und das ist ganz normal. Wichtig dabei ist, dass man sich die Zeit gibt, die man braucht. Und dieser Zeitfaktor ist sehr individuell.

Unterstützung in diesen Momenten.
Ich hab eine gute Nachricht für Dich. Es gibt die Möglichkeit, dass Du Dein Zuhause nutzt, um Dich während diesem Prozess zu unterstützen. Und zwar geht es darum, auch die physischen Dinge loszulassen. Was meine ich damit genau? Mit den physischen Dinge meine ich konkret zwei Kategorien:

  • Die Erinnerungsstücke, wie Fotos, Geschenke, Briefe oder
  • Dinge die dem Menschen selbst gehören  (Geliehenes, wie z.B. Bücher, Zeitschriften, Kleidungsstücke oder wenn es um deinen Partner oder deine Partnerin geht kann dies beispielsweise Möbelstücke, Kleidungsstücke, etc.)

Beginnen wir mit der zweiten Kategorie, denn diese ist von der Umsetzung her etwas einfacher. Suche alle Dinge zusammen, die dieser Person gehören. Schreibe einen Brief und bringe die Dinge zu dieser Person. Falls es Dir schwer fällt die Dinge selbst vorbeizubringen, dann frage am besten eine Freundin, einen Freund oder jemanden an, der Dich dabei unterstützen kann. Falls die Person diese Dinge nicht mehr möchte, dann verkaufe, verschenke oder entsorge sie. Doch behalte sie nicht, denn sie werden Dich immer wieder an diese Person erinnern und solange Du darüber nicht hinweg bist, solange werden sie Dich immer wieder runterziehen.

Bei der ersten Kategorie, wo es um die Erinnerungsstücke geht, empfehle ich Dir bewusst Zeit in Deinem Kalender zu planen. Richte es Dir es am besten gemütlich ein, sei es mit einer Duftkerze, einer Tasse Tee oder einem Glas Wein und Deiner Lieblingsmusik. Danach schaue dir all diese Erinnerungsstücke an und sortiere sie aus. Alles was Dich zu sehr schmerzt und Dich davon abhält, loszulassen, darf gehen.

Gerne teile ich mit Dir noch ein persönliches Erlebnis: Ich hatte seit der Schulzeit verschiedene Erinnerungsstücke in einer goldenen Schuhkiste aufbewahrt. Diese Kiste auszusortieren, war für mich eine grosse emotionale Herausforderung. Denn ich liess mich sowohl auf die positiven und als auch herausfordernden Erinnerungen ein, damit ich sie loslassen konnte. Wenn mich jemand beobachtet hätte, hätte er wahrscheinlich gedacht ich sei total übergeschnappt, denn ich musste im einen Moment lachen und im nächsten Moment schluchzte ich nur noch. Doch als ich die Kiste nur noch mit Dingen füllte, die mir ein Lächeln ins Gesicht zauberte, fühlte ich mich so viel befreiter.

Lagerfeuer.
Um den Prozess der ersten Kategorie abzuschliessen, empfehle ich die Erinnerungsstücke einzupacken, Papier, Holz und Streichhölzer mitzunehmen und draussen ein Plätzchen für ein Lagerfeuer zu suchen. Mache es Dir gemütlich und kuschle Dich in eine Decke ein und kreiere ein Feuer. Wenn das Feuer so richtig vor sich hin strahlt, ist der richtige Moment gekommen, um die Erinnerungsstücke ins Feuer zu werfen und sie definitiv loszulassen. Sich die Zeit zu nehmen und die Flammen zu beobachten, wie es die Erinnerungsstücke aufnehmen und zu Asche werden lassen, ist ein Akt der Befreiung und des Neuanfangs. Denn durch die Asche, kann etwas neues gewonnen werden.

(Achtung: Wenn Du Dich für das Lagerfeuer entscheidest, dann achte auf die Sicherheitsmassnahmen)

Egal wie die Entscheidung auch aussehen mag, wichtig ist, dass es für Dich stimmt und Du glücklich bist. Denn Du hast es verdient, ein Leben in Freiheit, Freude und Fülle zu haben.

Schreib mir gerne in die Kommentare, wie dir dieser Blogartikel gefallen hat und welche Erkenntnisse du für Dich mitnimmst.

Möchtest Du erfahren, wie Du Dein Zuhause zu Deinem besten Platz machen kannst? Dann trage Dich doch gerne in den Newsletter ein. Denn im Herbst startet mein Onlinekurs „Entrümpeln – leichter und einfacher wohnen“.