Mich erreicht immer wieder die Frage, wie ich es schaffe mich von den Dingen in meinem Zuhause zu trennen. Ob ich mir nie die Frage stelle, ob ich das Kleid, die Hosen, die Schuhe oder das Buch jemals wieder brauchen werde. Und hier kommt meine Antwort: Natürlich! Jedes Mal wenn ich mein Zuhause entrümple, dass mache ich mind. zwei Mal pro Jahr oder wenn ich gerade Lust und Laune habe, stelle ich mir diese Frage. Und bevor ich mich überhaupt mit dem Thema Entrümpeln richtig bewusst auseinandergesetzt habe,  stellte ich mir X solche Fragen und kam oftmals dazu, dass ich mir nur von einem Bruchteil trennen konnte.

Es will gesagt sein, dass es beim Entrümpeln nicht darum geht, nichts mehr in seinem Zuhause zu haben. Sondern nur noch diese Dinge, die einem jeden Tag ein Lächelns ins Gesicht zaubern, die einem Freude und Spass bereiten. Und ich will ganz ehrlich zu dir sein, es ist ein Prozess der Zeit benötigt und zwar soviel Zeit wie du brauchst. Entrümpeln ist eine Übungssache, wie mit dem Fahrradfahrenlernen. Zu Beginn ist man unsicher und entscheidet sich oftmals es doch noch zu behalten, doch von Zeit zu Zeit merkt man, was einem gut tut und was nicht. Und so fällt es auch leichter loszulassen.

Dazu möchte ich ein persönliches Beispiel erzählen: Ich hatte seit der Schulzeit verschiedene Erinnerungsstücke in einer goldenen Schuhkiste aufbewahrt. Als ich mein Schlafzimmer entrümpelte, kam mir diese Kiste in die Hand und dachte ich wäre soweit. So sass ich mich hin und schaute mir alle Dinge an – da wurde mir bewusst, dass ich Dinge aufbewahrte die mir ein Lächeln ins Gesicht zauberten und auch Dinge, die mich an weniger schöne Momente erinnerten. Ich hörte in mich hinein und merkte, dass ich noch nicht soweit bin diese Kiste zu Erlesen und mich von den Dingen zu lösen. So entschied ich mich die Kiste wieder wegzulegen. Einige Wochen später war der Moment gekommen, wo ich bereit war. Es war ein Gefühl und ich folgte diesem Gefühl. Einfach war es nicht, doch ich war soweit mich auf die positiven und als auch herausfordernden Erinnerungen einzulassen und sie loszulassen. Wenn mich jemand beobachtet hätte, hätte er wahrscheinlich gedacht ich sei total übergeschnappt, denn ich musste im einen Moment lachen und im nächsten Moment schluchzte ich nur noch. Manchmal braucht es einfach Zeit und ich möchte dich ermutigen, dir wirklich die Zeit zu nehmen die du brauchst und auf dein Bauchgefühl zu hören und darauf zu vertrauen.

Meine Tipps für dich.

Die Vorbereitung ist wie bei vielen anderen Dingen auch, das A und O. So habe ich mir überlegt, welche die wichtigsten Punkte sind, um mit dem Entrümpeln zu starten. Plane für dich genügend Zeit fürs Entrümpeln ein. Ja, Entrümpeln braucht Zeit und nimm dir diese auch bewusst. Denn so kannst du dich voll und ganz auf diesen Prozess einlassen. Dann suche dir deine Lieblingsmusik aus, die dich in gute Stimmung versetzt. Mit einer Schüssel Wasser und einem Lappen kann es dann losgehen.

Beginne dort wo es dir am einfachsten fällt. Räume jeweils die Schränkchen oder die Schubladen aus und reinige sie. Danach kannst du dich auf die Inhalte fokussieren. Alle Dinge die dir ein Lächeln auf die Lippen zaubern und du noch brauchst, finden wieder den Weg zurück und dürfen bleiben. Alles andere, darf entweder verschenkt oder entsorgt werden. Damit es dir etwas leichter fällt habe ich dir drei Fragen vorbereitet:

  • Gefällt es mir?
  • Passt es noch zu mir und meinem Stil?
  • Ist es noch in einem guten Zustand?

Wenn du diese Fragen mit „Nein“ beantwortet hast, dann dürfen diese Teile gehen. Spende, verschenke oder schmeisse sie in den Mülleimer.

Ist das Grosse weg fühlt sich alles schon viel leichter an und du wirst merken, dass es eigentlich richtig Spass machen kann. Vertraue deinem Gefühl, wenn es ans Aussortieren und Ausmisten geht, denn dein Inneres weiss genau, was es will und was nicht.

Zu guter Letzt: Feire dich und deinen Erfolg. Feire dieses Gefühl und geniess es. Sei stolz darauf, einen ersten Schritt gemacht zu haben.

Schreib mir gerne in die Kommentare, wie dir dieser Blogartikel gefallen hat, welche Erkenntnisse du für dich mitnimmst und was du unter Gerümpel verstehst.

Möchte dir von ganzem Herzen sagen: Du hast es verdient, ein Leben in Freiheit, Freude und Fülle zu haben. Möchtest du erfahren, wie du dein zuhause zu deinem besten Platz machen kannst? Dann trage dich doch gerne in den Newsletter ein. Denn im Herbst startet mein Onlinekurs „Entrümpeln – leichter und einfacher wohnen“.