Vielleicht kennst du das auch. Manchmal so verstrickt zu sein mit den eigenen Gedanken, Emotionen und Gefühlen, dass der Eindruck erscheint, man habe überhaupt nichts mehr im Griff. Ja, so ging es mir im Mai. Ich fühlte mich eingeengt und so, als stehe ich mir einmal mehr im Weg. Als sperre ich mich selbst in ein Gefängnis, wo es sich eng anfühlt und ich keine Luft zum Atme erhalte. Man könnte meinen das Blatt hat sich gewendet, meine Gedanken und die Sichtweise auf meine aktuelle Situation hat sich geändert. Es fühlt sich noch etwas eng an, doch ich kann wieder atmen.

Alte Muster.
Die letzten anderthalb Jahren habe ich sehr an mir gearbeitet und vieles erschaffen. Manchmal kann ich es selbst fast nicht glauben. Auch wenn ich im Grundsatz der Meinung bin, dass sich vieles ins Positive verändert hat und ich viel besser mit einem Sturm der Emotionen und Situationen, die ich nicht verändern kann, umgehen kann, prüft mich das Universum immer wieder. Und so auch beim Thema Männer. Ich persönlich finde es doch etwas amüsant, dass ich zeitgleich das Buch „Eat pray love“ von Elizabeth Gilbert gelesen habe. In ihrem Buch geht es hauptsächlich darum, den Weg zu sich selbst zu finden, aber auch nicht mehr in die Abhängigkeit von Männern zu fallen.

Bei mir ist es zwar nicht so schlimm, denn ich weiss was ich will und was ich nicht mehr will. Doch ich durfte erkennen, dass das Thema „Männer“ noch nicht ganz für mich durch ist. Fragen wie: Empfinde ich immer noch etwas für diesen Menschen? Was ist wahre Liebe? Wie unterscheidet sich die freundschaftliche Liebe zu einer Beziehungsliebe? Was kann ich tun, um herauszufinden was ich empfinde? Bin ich überhaupt da, um in einer festen Beziehung zu sei und Kinder zu haben? Und und und.

Schon beim Lesen bekomme ich schon wieder Kopfschmerzen. Kopfschmerzen. Ich kann es kaum glauben, kaum hat mich ein Mann geküsst, so verwandelt sich mein doch sehr ruhiger Verstand in ein Gedankenkarussell und die Kopfschmerzen begleiten mich seit zwei Wochen Tag für Tag. Warum ist das nur so? Warum falle ich immer wieder ins gleiche Muster?

Klarheit.
Was das Männerthema auf sich hat, weiss ich nicht. Doch ich bin davon überzeugt, dass wenn ich das Thema loslasse ich zu meiner Klarheit kommen werde. Ich durfte im Juni an ganz viel Klarheit gewinnen.

So konnte ich für mich erfahren, was ich persönlich unter einer Freundschaft verstehe. Was es bedeutet in seiner Mitte zu sein, sachlich und sich gleichzeitig aus seinem ganzen Herzen sprechen zu können. Was konkret bedeutet, wenn sich zwei Menschen im Klaren sind, darüber sprechen und wieder aufeinander zugehen können.

Auch bei meinem Herzensprojekt erhielt ich Klarheit. Ich durfte erkennen, dass ich mir, wie so oft, viel zu viel aufbürde, ich alles perfekt machen möchte und mich dadurch selbst behindere. Im Weg stehe. Mein Onlinekurs ist so, wie er JETZT ist, genau RICHTIG. Ich durfte ihn bereits ausbauen und neue Dinge ansprechen und einfügen. Und dass, er nach dem nächsten Durchlauf wieder angepasst und optimiert werden darf. Ein Schritt nach dem anderen.

Mir wird immer wie mehr bewusst, dass ich eine kleine Exotin bin und ich meine Familie, meine Freunde und Mitmenschen mit meiner Art etwas überforderen kann. Vielleicht haben sie auch manchmal den Eindruck ich habe einer an der Waffel oder ich sei eine Träumerin. Ja, ich bin eine absolute Träumerin. Und? Das bin ich und ich weiss, dass ich mir ganz viel von meinen Träumen verwirklichen kann. Ein Schritt nach dem anderen.

Der Weg zur Klarheit.
Ich durfte für mich feststellen, dass ich den Austausch mit meiner Familie und meinen Freunden sehr schätze. Doch ich kam auch zur Erkenntnis, dass ich manchmal auf Unverständnis stosse und der Weg den ich gehe nicht ganz verstanden wird. Auch kann ich aus diesen Gesprächen nicht mehr so viel mitnehmen wie früher. Ich bin über mich herausgewachsen und durfte mich auf die Suche nach Gleichgesinnten machen. Darum entschied ich mich, was das Herzensprojekt angeht einen Businesscoach ins Boot zu holen. Er versteht mich, hilft mir meine Blockaden aufzulösen, zeigt mir immer wieder auf, dass ich meinen bisherigen Weg anerkennen darf. Ja, ich darf mich selbst für meinen bisherigen Weg anerkennen und mir meine Erfolge bewusst werden. Unterstützung erhielt ich auch von meiner Naturheilerin, sie verschrieb mir beim vorderen Mal einen spagirischen Spray, der mir hilft, den Wald voller Bäume klarer zu sehen.

Bewusstsein.
Mit dem Weg der Klarheit, kommt das Bewusstsein. Das Bewusstsein, was ich im Leben wirklich will und was keinen Platz mehr in meinem Leben hat. Einfach ist es nicht, doch ich bin der festen Überzeugung, dass alles leichter wird je mehr ich bei mir bin.

Ja, ich hinterfrage von zu Zeit zu Zeit immer wieder alles. Vor allem wenn ich ein paar Tage vor meiner Menstruation stehe. Zu diesem Zeitpunkt ist es manchmal so schlimm, dass ich meine sieben Sachen packen, alles hinschmeissen und ab nach Bali oder Südamerika reisen möchte.  Doch ist das die Lösung? Die Meinungen gehen auseinander, denn für die einen wäre es ein davonspringen, ein Flüchten. Doch wenn ich an den Film „Eat, Pray, Love“ denke, dann könnte es unter einer Selbstfindungsphase deklariert werden.

Wie dem auch sei. Der Gedanke meinen Job zu künden, meine wichtigsten Habseligkeiten zu packen und die Welt zu entdecken und mich dabei besser kennenzulernen, finde ich einen spannenden und wunderschönen Gedanken.