Ich sitze gerade auf dem Bett im Haus meiner Oma in Spanien. Da ich gerade eine Pause von WordPress brauche – erstelle eine neue Website – nutze ich die Gelegenheit meinen Monatsrückblick zu schreiben.

Aussicht aufs Meer

 

Aussicht aufs Meer – Miami Platja – 2019

 

Am liebsten würde ich diesen Absatz genau gleich beginnen wie den letzten Blogartikel, denn so komisch es sich liest, war es wirklich. Auch der September verfolg wie im Nu. Der einzige Unterschied zu den letzten Monaten ist, dass ich den Grund weiss. Im September hatte ich viel um die Ohren, im Büro lief viel, nahm an diversen Anlässen teil – ich konnte zweimal ins neu eröffnete Casino Bern und einmal durfte ich das Projekt des neuen Bahnhofes Bern ansehen – und wie in den letzten Wochen arbeite ich an meinem Herzensprojekt, welches mittlerweile in Teilprojekte unterteilt werden musste. Wie es so üblich ist, gab es vor dem Urlaub noch einiges zu erledigen.

Geduld.
Im letzten Monat beschäftigte ich mich wahnsinnig mit dem Thema Geduld mit mir selbst. Jeder Mensch der sich mit dem Thema Persönlichkeitsentwicklung auseinandersetzt, weiss, dass eine Veränderung oder eben eine persönliche Entwicklung nicht über Nacht passiert. Und so übe ich mich weiter, nicht alles zu streng zu nehmen und mich locker zu machen. Ich verweile noch etwas in den Ferien und wer hätte es gedacht, es klappt ziemlich gut.

Die ersten paar Tage meines Urlaubes verbrachte ich mit meinen lieben Freundinnen in Untervermol. In einem kleinen Bergdorf in St. Gallen. Wir hatten ein wunderschönes Häuschen und genossen sowohl die gemeinsame Zeit, als auch die Zeit in der Natur. Wir konnten uns austauschen und uns gegenseitig mental für unsere anstehenden Projekte und/oder Herausforderungen motivieren und unterstützen. In meinem Fall geht es um die neue Website. Ich habe mich entschieden meine (neue) Website nicht mehr über den bisherigen Anbieter zu erstellen, sondern es mit einem Anderen zu versuchen. Da ich so meine Herausforderungen mit den neuen Anbieter hatte, sprang ich über meinen Schatten und entschied ich mich Hilfe zu suchen und ich fand sie. Dank Tanja Bischofsberger hatte ich nach unserem Treffen und ihrer Buchempfehlung weniger Angst die neue Website bei WordPress zu erstellen. Da alles ziemlich komplex ist und ich kein IT-Hintergrund habe, fühlt es sich an, als dürfte ich mich noch etwas mehr mit der Geduld für mich selbst üben. Einmal mehr bin ich dankbar, dass ich Urlaub habe, denn hier in Spanien habe ich den Raum und die Zeit mich auf meine Website zu konzentrieren.

Mein perfekter Arbeitstag.
Die Zeit in Spanien und mit meiner Familie ist toll und erinnert mich daran, wie ich mir meinen perfekten Arbeitstag vorstelle. Auch wenn ich es manchmal selbst nicht glauben kann, zeigt mir die ganze Situation, dass ich allein die Schöpferin meines Lebens bin. Urlaubszeit ist ein Ausnahmezustand und es fühlt sich fantastisch an – an dieses Gefühl könnte ich mich definitiv gewöhnen. Selbst, wenn sich die Neugestaltung und -aufbau der Website als kleine Herausforderung darstellt, bin ich unendlich dankbar, den Entscheid getroffen zu haben diesen Weg zu gehen.

Doch nun zu einem kleinen Ausschnitt aus meinem perfekten (Arbeits-)Tag:
Ausschlafen bis ich von selbst erwache ist für mich der absolute Luxus, aus diesem Grund wird es in meiner Selbstständigkeit keinen Wecker geben. Besonders den Morgen liebe ich persönlich, deshalb erwache ich meistens von selbst ziemlich früh. Nach einer Meditationsrunde, einer sportlichen Einheit, sei dies Yoga, Fitness oder Joggen, geniesse ich einen Kaffee und mache mir etwas leckeres zum Frühstück. Anschliessend widme ich mich meinem Herzensprojekt und verfolge meine Vision. Da mir die Zeit in der Natur wichtig ist, verbringe ich den Nachmittag mit Freunden und Familie draussen und schenke meinen Wunsch, das Leben zu erleben und zu erfahren, besondere Beachtung. Ich kann mir durchaus vorstellen, denn Abend in einer gemütlichen Runde, in einem wunderschönen und blumenreichen Graten zu verbringen. Erschöpft, aber überglücklich falle ich dann ins Bett.

Beim Schreiben des obigen Absatzes, strahle ich über mein ganzes Gesicht – ein solches Ziel zu haben macht mich glücklich und dankbar. Auch wenn ich mich noch an gewisse Bedingungen – meine Herzensmenschen kennen mein Wort dafür, meine damit das „Hamsterrad“ – halte, versuche ich jeden Tag so zu leben und das schönste daraus zu machen. Gibt es auch Tage wo ich demotiviert bin? Absolut, dieser Moment hatte ich vor etwa zwei Wochen – Selbstzweifel begleiteten mich und eine Leere wiederfuhr mir. Mein Rezept in solchen Momenten ist es, die Gefühle wahrzunehmen und auch zu zulassen. Bis vor einigen Monaten kämpfte ich dagegen an, den Gefühle zeigt man nicht – wahrlich ein falscher Glaubenssatz, den ich nun versuche zu transformieren, denn je mehr Widerstand ich leiste, desto schneller und heftiger holt es mich ein.

Klimademo.
Samstag, 29. September 2019. An diesem Tag fand die nationale Klimademo in Bern statt. Lange war ich hin und her gerissen, ob ich daran teilnehme oder nicht. Entschied mich spontan dagegen, denn als ich in der Stadt war und die ganzen Menschen sah, war ich so berührt, dass ich weinen musste. In diesem Moment wurde mir klar, wie egoistisch die Mehrheit der Menschen ist. Es ist tragisch, dass es soweit gekommen ist, dass wir auf die Strasse gehen müssen, um uns selbst wachzurütteln und um unseren Planeten zu retten, für unsere Kinder, Grosskinder, uns und alle wunderbaren Lebewesen. Ich habe mich dagegen entschieden an der Demo teilzunehmen, weil ich mich emotional zu wenig stark fühlte, dafür motivierte es mich noch mehr bei mir Zuhause hinzuschauen, wo ich mich verbessern kann. Beim genauen hinsehen, gibt es noch ein paar Sachen, z.B. Kleider zu kaufen, die von einer nachhaltigen Produktion stammen oder nur noch in einen unverpackten Laden und auf dem Wochenmarkt einzukaufen, Kosmetik- und Reinigungsprodukte zu verwenden, die unserer Umwelt nicht schaden, vollständig auf tierische Produkte zu verzichten. Ja, es ist noch einiges an Potenzial da und ich weiss, dass ich einen besseren Beitrag für die Umwelt beitragen kann und werde.

Oktober.
Ich halte mich diesen Monat etwas kurz, denn der Fokus ist klar auf meine (Teil-) Selbstständigkeit gesetzt und da gibt es nicht viel mehr zu erzählen, als ich die letzten zwei Monaten geschrieben habe. Doch etwas tolles gibt es noch zu berichten, denn ich freue mich schon jetzt wahnsinnig darauf. Ende Oktober starte ich die Ausbildung zur Feng Shui Beraterin und mache einen weiteren grossen Schritt für meine Zukunft. Ich kann es kaum erwarten und bin sehr gespannt, was ich alles lernen und in meinem tollen Zuhause umsetzen darf.