Beim letzten Mal, als es im August so regnete und die Temperaturen sanken, war für mich klar, der Sommer neigt sich langsam aber sicher dem Ende zu. Die Tage werden kürzer und in der Nacht kühlt es bereits ab. Auch wenn der Sommer so ziemlich neben mir vorbeihuschte und ich es kein einziges Mal schaffte in der Aare zu schwimmen, freue ich mich auf den Herbst. Der Herbst ist für mich persönlich einer der schönsten Jahreszeiten… Hmm nein, eigentlich habe ich keine Jahreszeit die mir am liebsten ist, denn ich freue mich jedes Mal auf die Bevorstehende. Für mich hat jede Jahreszeit etwas magisches und für sich etwas Besonderes.
 
Wie bereits der Juli, verfolg der August ebenfalls extrem schnell und ich habe manchmal das Gefühl ich hinke meiner Zeit hinterher. Doch dies passiert alles in meinem Kopf. Wenn ich diese Zeile so schreibe, erweckt es das Bedürfnis in mir mehr im Hier und Jetzt zu leben. Zurzeit funktioniere ich nur noch und mein Körper signalisiert mir langsam, dass ich nicht mehr mag.
 
Geduld.
Ich übe mich zurzeit sehr mit der Geduld für mich selbst, genauer geschrieben meine ich die Entwicklung meiner Persönlichkeit und meiner Projekte. Auch wenn ich die ganze Arbeit und den Aufbau meines Herzensprojektes liebe und es mir enorm Spass bereitet, möchte ich doch schon lieber gestern als morgen gestartet sein. Geduld ist mir mit dem Sternzeichen Stier nicht fremd. Bei meinem Umfeld oder generell bei Menschen habe ich eine wahnsinnige Geduld, doch bei mir selbst, tue ich mich ziemlich schwer. Der Ursprung dessen, konnte ich mir lange nicht wirklich erklären. In meinem Alltag bemerke ich jedoch immer öfters, dass sich der Glaubenssatz „Zuerst die Arbeit und dann das Vergnügen.“ stark bemerkbar macht. Eine Stärke von mir ist, dass ich ziemlich anpacken und schnell umsetzen kann, doch gleichzeitig geniesse ich auch das „einfache“ Sein. Und wenn ich ein vollgepackter Tag habe, merke ich wie sich wie mich dies stresst und ich ungeduldig werde.
 
Ja, sich mit sich selbst auseinanderzusetzen und sich Warum-Fragen zu stellen, um herauszufinden wo sich der Ursprung eines Gefühls, einer Emotion befindet und schlussendlich zum Verhalten führt, ist oftmals eine Herausforderung und es gibt Tage, da frage ich mich “ Worum hani nume mit derä ganze Persönlächkeitsentwickligsgschicht agfange?“. Bin mir Dank der vielen Coachings und Bücher die ich in den letzten Monaten gelesen habe bewusst, dass alle diese Erkenntnisse, das Kennenlernen und die herausordernden Momente mich persönlich weiterbringen. Wer weiss, was ich in Zukunft noch alles erleben darf, wo die Geduld mit mir selbst gefragt sein wird.
 
Neue Erfahrung beim Meditieren.
Das Meditieren habe ich mir zur morgendlichen Routine gemacht. Ich entscheide mich immer sehr intuitiv, welche Meditation es wird. Meistens wird es eine von Selen Graf oder von Laura Malina Seiler. Als ich eines Abends auf Instagram war, erfuhr ich über Lauras Story, dass sie ein fünftägiges Onlinecoaching anbietet. Laura ist für mich eine sehr inspirierende Persönlichkeit und den Beweis dafür, dass im Leben alles möglich ist. Die Entscheidung das Coaching zu machen, fiel ziemlich schnell. Das Thema lautete „I AM“ – gemäss Laura sind es die wichtigsten und kraftvollsten Worte die es gibt, denn alles was danach kommt beeinflusst unser tägliches Leben und wie wir unsere Entscheidungen treffen.
 
Die fünf Tagen lassen sich mit einem Identety Loop darstellen. Zuerst einmal wird man sich seiner Vision und seines zukünftigen Ichs bewusst. Danach geht’s an den Mind- und Heartset. Mit dem letzten Schritt wird eine Entscheidung aus dem Herzen getroffen. Das Coaching verlief so, dass wir jeden Abend einen Theorieinput erhielten und danach unsere Gedanken bzw. unsere Vision, die wir in sechs Monaten realisieren wollen, mit Hilfe einer Meditation manifestierten. Wenn ich mir mein Visionboard ansehe, ist klar zu sehen, dass ich in jedem Lebensbereich eine Vision habe. Mein aktueller Fokus liegt beim Aufbau meiner Selbstständigkeit, somit war für mich schnell klar, welche Vision ich manifestieren wollte. Die Meditationen liefen jeweils sehr gut und ich merkte einmal mehr, wie gut sie mir taten. Doch am vierten Tag machte ich eine Erfahrung, die ich so noch nie erlebte und musste die Meditation abbrechen. Am vierten Tag ging es um den Heartset, was ich fühle und wie ich mich fühlen werde, wenn die Vision eingetroffen ist. Während der Meditation wurde mir übel und musste in Badezimmer springen, um die Toilette rechtzeitig zu erreichen.
 
Am darauffolgenden Sonntag machte ich eine ähnliche Erfahrung. Mit meinen zwei Freundinnen verbrachte ich den Tag mit weiteren wunderbaren Frauen in der Elfenau. Wir hatten ein „Mondfrauen-Treff“ von Josianne von Quittenduft. Alle brachten etwas zum Essen mit, was eine riesige Auswahl zum Mittagessen führte. Während des Treffens meditierten wir alle gemeinsam, wir verbanden uns mit der Erde und liessen die Energie in unsere Herzen fliessen. Dabei reagierte mein Körper wieder – mir wurde schnell schwindlig und bevor mir schwarz vor den Augen wurde, brach ich die Meditation ab.
 
Im Moment reagiert mein Körper sehr heftig auf die tiefe Verbindungen mit mir selbst. Ich übe mich immer wieder und wiederhole solche tiefe Meditationen. Es gibt Momente im Leben die man sich nicht erklären kann, weil man für die Antworten noch nicht bereit ist. Für mich persönlich bedeuten diese Reaktionen, dass ich einen Gang zurückschalten darf und auch einfach Sein darf.
 
Entrümpeln 2.0 – Die Fortsetzung.
Das Entrümpeln 2.0 stagniert zurzeit und das ist absolut OK. In meinem Zuhause – im Aussen – habe ich so richtig entrümpelt und ich habe den Eindruck, dass ich nun in meinem Innern entrümpeln muss. Wie dies genau aussieht und wie ich mir dies vorstellen kann, weiss ich nicht. Meine Intuition sagt mir, dass ich lernen darf mich von emotionalen Erfahrungen und Menschen zu lösen, um weiter wachsen zu können.
 
Die Feng Shui Lehre besagt, dass das Zuhause dein Inneres wiederspiegelt. In einem gewissen Masse bin ich mit dieser Aussage einverstanden. Doch ich mache auch gerade die Erfahrung, dass es möglich ist zuerst im Aussen aufzuräumen und anschliessend in Inneren. Den Lösungsprozess im Aussen verläuft einfacher und ist für mich die Gelegenheit das Gelernte im Innern anzuwenden. Ich weiss von mir selbst, dass ich eine sehr starke Persönlichkeit bin und wenn ich etwas im Kopf habe, möchte ich dies auch verwirklichen. Diese Eigenschaft hat sowohl etwas positives als auch negatives. Ich nehme mir immer viel vor und durch den Glaubenssatz „Zuerst die Arbeit und dann das Vergnügen.“ stresse ich mich geistig und körperlich selbst. Mein Körper schreit seit einigen Monaten nach Hilfe und ich habe es versucht mir selbst zu helfen. Doch ich durfte mir eingestehen, dass es an der Zeit ist jemanden für die Unterstützung bei zuziehen. Ich entschied mich durch einen guten Rat einer lieben Kollegin eine Homöopathin aufzusuchen. Ich war im August das erste Mal bei ihr und ich habe den Eindruck, dass sich etwas in mir verändert – ich entrümple einen Bereich im Innern. Danke dem Austausch mit ihr wurde ich bestärkt mir mehr Zeit zu geben und auch muss. Denn meine Körper braucht diese Zeit und Ruhe, damit sich alles was in den letzten Monaten geschah, verarbeiten kann.
 
Mein Business.
Es läuft. Ja es läuft ziemlich viel, auch im Aufbau meines Herzensprojektes. Seit einem Monat plane ich meinen Content auf Instagram, tippe fleissig auf den Tasten, drücke mir den Finger wund beim Fotografieren und drehe mein iPhone gefühlte 100mal bis das Foto richtig bearbeitet ist. Nebst der monatlichen Contentplanung, Bücher lesen, um mir das Wissen aufzubauen und zu vertiefen, hat vor zwei Wochen der Online-Onlinekurs von Josianne von Quittenduft gestartet. Als ich mir die ersten Videos und Dokumente anschaute, musste ich ehrlicherweise etwas schlucken. Beim Beobachten meiner Gedanken ertappte ich mein Ego, denn es fragte sich wieder: „Worum wottsch du das genau mache? Du hesch doch ä guete Job und chasch zLäbe doch richtig gniesse! Äs isch sooo vieu wo du no muesch mache und wie wotsch du das ou schaffe, näbst auem angere?“ Mein liebes Ego. Ja es ist ziemlich viel zu erledigen, doch beim Gedanken daran wie sich die erfüllte Vision anfühlt, ist ein unbeschreibliches Gefühl und motiviert mich noch mehr weiterzumachen und nicht stehen zu bleiben. Ausserdem macht es unheimlich viel Spass mir neues Wissen anzueignen und zu sehen, welche Fortschritte mein Herzensprojekt macht. Ich bin ganz aufgeregt und freue mich wahnsinnig die Ergebnisse mit euch zu teilen. Doch wie bereits mehrmals geschrieben lerne ich die Geduld mit mir selbst, meinen Körper bewusster wahrzunehmen, auch auf ihn zu hören und meine Projekte Schritt für Schritt wachsen zu lassen.
 
Ausschau.
Im September steht einiges an. Beim Herzensprojekt möchte ich den Online-Onlinekurs abschliessen und das ganze Drumherum aufbauen. Für mich persönlich habe ich mir zum Ziel gesetzt, wieder mehr Zeit für mich selbst und fürs Meditieren zu nehmen. Ende September habe ich zwei Wochen Ferien und ich freue mich, die Zeit mit meinen Freundinnen zu verbringen und meine Grossmutter in Spanien zu besuchen, die Seele baumeln zu lassen, in die Natur zu gehen und einfach zu Sein.